Physik zum Kochen

Bei welcher Temperatur kocht Wasser bei dir?

Wasser kocht nicht überall bei 100 °C. Höhe über dem Meeresspiegel und der aktuelle Luftdruck verschieben den Siedepunkt spürbar — wichtig für Nudeln, Eier und Rezeptzeiten. Gib einen Ort ein oder nutze deinen Standort für eine präzise Berechnung mit Live-Wetterdaten.

Vergleichstabelle: Meereshöhe bis Mount-Everest-Gipfel

Siedepunkt von Wasser nach Höhe, berechnet mit der internationalen Standardatmosphäre (ICAO) und der Antoine-Dampfdruckgleichung. Dein gesuchter Ort wird hervorgehoben eingeordnet.

Ort / Referenzpunkt Höhe (m) Standard-Luftdruck (hPa) Siedepunkt (°C) Siedepunkt (°F)

Warum sinkt der Siedepunkt mit der Höhe?

Wasser kocht, sobald sein Dampfdruck den umgebenden Luftdruck erreicht. Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab — auf dem Mount-Everest-Gipfel liegt er bei nur rund 30 % des Meeresspiegelwerts. Dadurch reicht schon ein geringerer Dampfdruck aus, und Wasser kocht bereits bei niedrigerer Temperatur.

Warum zählt der aktuelle Luftdruck?

Neben der Höhe schwankt der Luftdruck durch Wetterlagen um mehrere Hektopascal. Ein Tiefdruckgebiet senkt den Siedepunkt zusätzlich leicht, ein Hoch hebt ihn an. Für die präziseste Berechnung nutzt dieses Tool den live gemessenen Luftdruck an deinem Standort statt nur eines statischen Höhenmodells.

Was bedeutet das für dein Essen?

Ab etwa 1500 m sollten Kochzeiten für Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte und Eier verlängert werden — pro 1000 Höhenmeter oft um 10–20 %. Beim Backen wirken sich niedrigerer Druck und schnellere Verdunstung zusätzlich auf Triebmittel und Flüssigkeitsmenge aus.

Die Berechnung

Luftdruck aus Höhe (ICAO-Standardatmosphäre):

P(h) = 1013,25 × (1 − 2,25577×10⁻⁵ × h)^5,25588

Siedepunkt aus Druck (Antoine-Gleichung, Wasser):

T = B / (A − log₁₀ P) − C − 273,15

mit A = 5,40221, B = 1838,675, C = −31,737 (P in bar) — kalibriert auf exakt 100 °C bei 1013,25 hPa.